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Das M’Goun-Massiv
Die Region rund um den Irhil M’Goun gehört zu den landschaftlich reivollsten in Marokko. Reißende Bergbäche, spektakuläre Schluchten, zerklüftete rote Berge und Felsformationen, Pinienwälder und Walnussbäume prägen das Landschaftsbild. Kilometerlang schmiegen sich haushohe wilde Oleanderbüsche an die schroffen Felswände und bilden rosa blühende Tunnel an den Ufern des M’Goun-Flusses. Sein Flussbett führt ihn südwärts, um dann schließlich irgendwo an der alge- rischen Grenze in der Sahara zu versickern. Auf kunstvoll bewässerten Terrassen werden Gerste, Roggen, Kartoffeln, Karotten und Steckrüben angebaut. Die Bauern der Gebirgsflussoasen leben vom Obstanbau. Äpfel, Aprikosen, Pfirische gedeihen hier prächtig, in wärmeren Lagen auch Mandelbäume.
Die steilen Wände der Gebirgsschluchten sind das Dorado einer bunten Vogelwelt. An warmen Südhängen leben Eidechsen, Schildkröten und Dornschwanzechsen, Skorpione und Vipern. Am häufigsten wird der Wanderer Schafen und Ziegen, Eseln und nicht zuletzt natürlich gelände- gängigen Mulis begegnen. Ohne sie wäre das Leben der Menschen in den unwegsamen Gegenden undenkbar, genauso wie unsere Touren. Mulis können bis zu 150 kg tragen. Geschickt bewegen sich die schwer be- packten Tiere über das steinige Gelände, wohl überlegt setzen sie einen Huf vor den anderen. Lange Zeit trainiert ein Treiber mit seinem vier- beinigen Gefährten Trittsicherheit, Ausdauer und Gehorsam,
An den Hochgebirgshängen weiden Kamele der Halbnomaden, die im Herbst die Atlas-Hochebenen verlassen, um mit ihren Tieren in südlichere Regionen zu wandern. Sie überqueren dabei das Dadestal, um dann ihr Winterquartier in den 2000er-Gebrigszügen des Djebel Saghro aufzu- schlagen.
Von allen Seiten ist die Besteigung des Hauptgipfels, dem 4068 m hohen Irhil M’Goun, möglich. Mit Ausdauer und Trittsicherheit ist der Gipfel in ca. 4-5 Stunden zu bezwingen. Ein überwältigen- der Ausblick belohnt die Mühen der Besteigung: von der Dades-Oase bis in den Djebel Saghro, dann bis zum Horizont nur menschenleere Wildnis, wir erahnen die Nähe der größten Wüste der Erde.
Unsere Trekkingtouren führen Sie durch diesen landschaftlich großartigen Abschnitt des Zentral- Atlasses.
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