Sanddünen und Oasen in Südmarokko

Von Marrakech in die Sahara  - 6tägiges Wüstentrekking mit Kamelen

Sechs Oasen bilden inmitten der Steinwüste einen paradiesischen Garten entlang des Draa, dem längsten Fluss Marokkos. Für den Reisenden, der die Märchenstadt Marrakech in Richtung Südosten verlässt, bedeutet die Fahrt über den 2260 Meter hohen Tichka-Pass nach Ouarzazate den Eintritt in eine andere Welt: majestätische Kasbahs und grüne Oasen, Dattelpalmen und die Nähe der Wüste. In einer großartigen Landschaft entdecken wir die legendäre marrokanische Lehmarchitektur. Ait-Benhaddou, das fotogene Wehrdorf nördlich von Ouarzazate, gehört seit 1987 zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Unsere Strecke führt uns durch Ouarzazate, zentral gelegen zwischen Hohem Atlas und Wüste. In der Umgebung finden sich zahlreiche Kasbahs, die zum Teil noch bewohnt sind (Taourirt). Von Ouarzazate nehmen wir die Straße in südliche Richtung durch das 200 km lange Draatal. Bei Agdz, einem großen Oasendorf, beginnt das grüne Band von riesigen Palmenhainen, das sich bis zur Oase M’Hamid kurz vor der algerischen Grenze erstreckt. Die Straße längs des Draa führt durch eine fruchtbare Oase, die einen einzigen zusammen- hängenden Dattelpalmenhain bildet. Von hier kommen mehr als zwei Drittel der Dattelernte, die Marokko produziert.

Wir gelangen nach Zagora, der Wüstenstadt, eingeklemmt zwischen den Jbel Adafane und dem Jbel Zagora. „52 Tage bis Timbuktu“ steht noch auf einem alten Wegweiser an der ehemaligen Karawanenstraße. Entlang dieser uralten Karawanenstraße Fes – Timbuktu ragen die Lehmfestungen auf mit hohen gezackten Türmen. Im Gegensatz zu den städtischen Kasbahs im Norden basiert die Bauweise in den Tälern des Draa ausschließlich auf der Berberarchitektur ohne römische und arabisch-islamische Einflüsse. Immer noch bieten die Kasbahs Schutz vor Hochwasser, Dürre und der großen Hitze, die dieses Paradies in einen Backofen verwandeln kann. Ihre Hauptfunktion haben sie allerdings verloren: Wehrburgen wie noch zu Zeiten rivalisierender Stämme werden heute nicht mehr gebraucht.

Allmählich gelangen wir zum Ausgangspunkt unserer Wüstentour nach M’Hamid, der letzten Oase, ca. 30 km vor der Grenze zu Algerien. Hier erreichen wir auch das Ende der Dattelpalmwälder. Die traditionelle Bekleidung der männlichen Bewohner besteht aus indigoblauen wallenden Gewändern und schwarzen Turbanen, die sie tagsüber vor dem Gluthauch der Wüste schützt, nachts trotzen sie der eisigen Kälte.

M’Hamid liegt am Endpunkt der Asphaltstraße aus Richtung Zagora an der algerischen Grenze. Der Ort ist Ausgangspunkt für Wüsten- touren und verfügt über einen kleinen Suq, einem Artisanat und diversen kleinen Geschäften, letzte Einkaufsmöglichkeit vor dem Wüstentrip

Detailprogramm               Programmübersicht